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LIFE-Projekt
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Monitoring

Im Rahmen des LIFE-Projektes wurde in einigen Teilgebieten ein wissenschaftliches Beobachtungsprogramm (“Monitoring”) gestartet, um die Einflüsse der Pflegemaßnahmen zu dokumentieren. Im Bereich der Hundsheimer Berge werden die Auswirkungen der Beweidung und anderer Pflegemaßnahmen analysiert. Im nördlichen Weinviertel soll die Dynamik der Lösstrockenrasen im Bereich des Zeiserlberges dargestellt werden. Ziel dieser Untersuchungen ist es, die Managementmaßnahmen zu verbessern.


Trockenrasen-Monitoring “Hundsheimer Berge”
(Koordination: Thorsten Englisch)

Die Hundsheimer Berge sind charakterisiert durch eine artenreiche Fauna und Flora von Trockenstandorten. Sie beheimaten eine Vielzahl von Planzenarten von südlicher und östlich-kontinentaler Herkunft. Ebenso ist die Tierwelt gekennzeichnet durch eine Vielzahl wärmeliebender und trockenheitsadaptierter Arten.

Große Anteile der Trockenstandorte sind alte, vom Menschen durch Rohdung, Mahd und Beweidung gestaltete Landschaften. Ohne fortdauernde Biotoppflege (Beweidung oder Mahd, Schwendungen) drohen diese Flächen wieder zu verbuschen drohen, zahlreiche Arten würden bei Einschränkung ihres Lebensraumes verschwinden. Mit der Wiederaufnahme der Beweidung auf der Königswarte mit Rindern (2000) wurde – wie schon früher am Hundsheimer Berg mit Schafen – eine gute Basis geschaffen, um die Trockenrasen langfristig vor einer Verbuschung zu Bewahren.

Mit Beginn des Jahres 2004 wurde ein wissenschaftliches Beobachtungsprogramm (“Monitoring”) gestartet, um die Einflüsse der Beweidung, positive wie negative, zu dokumentieren. Dazu wurden am Hundsheimerberg, am Spitzerberg und auf der Königswarte jeweils 4-8 Dauerbeobachtungsflächen mit unterschiedlicher Beweidungsintensität festgelegt und fix verortet, auf denen Erhebungen nach wissenschaftlichen Kriterien jährlich durchgeführt werden. Dadurch können Veränderungen der Tier- und Pflanzenarten bei unterschiedlicher Beweidungsintensität vergleichend beobachtet und analysiert werden. Unter Beobachtung stehen dabei alle Pflanzenarten sowie ausgewählte Tiergruppen, wie Ameisen, Heuschrecken, Laufkäfer, Schmetterlinge, Wanzen und Wildbienen.

In der 5jährigen Beobachtungsphase sollen konkret folgende Fragen beantwortet werden:

Um auch die laufende Entwicklung gut verfolgen zu können, werden einige wenige Tier- und Pflanzenarten zur langfristigen Beobachtung (> 5 Jahre) ausgewählt und charakterisert, die sehr sensibel auf Beweidung reagieren. Als sogenannte “Indikatorarten” erlauben sie eine fortwährende Kontrolle der Effekte von Beweidung und anderen Pflegemaßnahmen.

Das Trockenrasen-Monitoring soll jedoch nicht nur dazu dienen, die Auswirkungen der Beweidungseffekte auf Tier- und Pflanzenwert zu dokumentieren und zu bewerten. Letztendlich sollen vor allem Vorschläge zur möglichen Verbesserung der Beweidung ausgearbeitet werden und Strategien zu einem nachhaltigen Schutz der gefährdeten Tier- und Pflanzenwelt in Hundsheimer Berge entwickelt werden.


Monitoring "Löss-Steppenrasen"
(Koordination: Manuela Zinöcker)

Das Monitoring „Löss-Steppenrasen“ dient zur Optimierung der Managementpläne der Teilgebiete „Zeiserlberg“ und „Mühlberg“ und dokumentiert die Populationsdynamik der Charakterarten, insbesondere von Crambe tatarica. Zudem ist es auf Basis dieser Erhebungen möglich, die unterschiedlichen Pflegemaßnahmen hinsichtlich des Erreichens der Projektzeile für Löss-Steppenrasen zu bewerten.